Neue Magic-Mushroom-Art entdeckt: Die Wissenschaft hinter Yellow Umbo
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Forscher haben gerade eine neue Zauberpilz-Art beschrieben – und wie sich herausstellt, kultivieren Millionen Pilzzüchter sie schon seit Jahren, ohne es zu wissen. Die neue Zauberpilz-Art heißt Psilocybe ochraceocentrata und versteckte sich direkt vor aller Augen hinter den beliebten Bezeichnungen „Natal Super Strength“ (NSS) und „Transkei“. Mit anderen Worten: Das waren nie Psilocybe cubensis-Sorten. Und hier im Magic Mushrooms Shop führen wir bereits die weltweit erste Hybride aus dieser neuen Zauberpilz-Art: den
.
Foto: Psilocybe ochraceocentrata von Talan Moult, Universität Stellenbosch
Die Kurzfassung: Eine Studie in den Proceedings B of the Royal Society, veröffentlicht am 10. März 2026, bestätigt: Was Züchter als NSS oder Transkei kannten, ist in Wahrheit eine eigene Art: Psilocybe ochraceocentrata. Darüber hinaus sind unser
und unsere
die erste dokumentierte artübergreifende Hybride zwischen dieser neuen Zauberpilz-Art und P. cubensis.
| Neue Art | Psilocybe ochraceocentrata |
| Bisher bekannt als | „Natal Super Strength“ (NSS), „Transkei“, „P. natalensis“ |
| Veröffentlicht in | Proceedings B of the Royal Society, 10. März 2026 |
| Zentrale Erkenntnis | Vor etwa 1,5 Millionen Jahren von P. cubensis abgespalten |
| Vorkommen | Südafrika (KwaZulu-Natal) und Simbabwe |
| Erste artübergreifende Hybride | Yellow Umbo (P. cubensis 'Jack Frost' x P. ochraceocentrata) |
Was ist diese neue Zauberpilz-Art?
Am 10. März 2026 hat ein Forscherteam aus dem südlichen Afrika und den USA in der Fachzeitschrift Proceedings B of the Royal Society eine bahnbrechende Studie veröffentlicht. Darin beschreiben die Wissenschaftler Psilocybe ochraceocentrata offiziell als neue Zauberpilz-Art. Der Name stammt von den lateinischen Wörtern ochraceo (ockergelb) und centrata (zentriert), wegen des auffälligen gelben Flecks in der Mitte des Pilzhuts.
Dabei handelt es sich aber nicht um einen Pilz, der gerade erst in einem abgelegenen Wald entdeckt wurde. Im Gegenteil: Er wird von Züchtern weltweit seit vielen Jahren unter den populären Namen „Natal Super Strength“ (NSS) und „Transkei“ kultiviert. Bisher gingen alle davon aus, es seien einfach Psilocybe cubensis-Sorten – der klassische Zauberpilz. Doch die DNA-Analysen zeigen eindeutig: Es ist eine völlig eigenständige Art.
Breyten van der Merwe, Mykologe an der Universität Stellenbosch in Südafrika und Mitautor der Studie, erklärt: „Das ist eine der beliebtesten Zauberpilz-Sorten, weil sie ziemlich potent und einfach anzubauen ist. Aber bis zu dieser Studie hat niemand gemerkt, dass sie eine völlig andere Art als der klassische Zauberpilz ist.“
Die Forschung wurde von Dr. Alexander Bradshaw von der Clark University in den USA geleitet, gemeinsam mit Prof. Bryn Dentinger (University of Utah Health), Dr. Keaton Tremble (Duke University) und Dr. Cathy Sharp vom Naturhistorischen Museum von Simbabwe. Das Team nutzte für seine Analyse DNA aus Sammlungen im gesamten südlichen Afrika sowie historische Typusexemplare.
1,5 Millionen Jahre verborgene Geschichte
Warum ist diese neue Zauberpilz-Art mehr als nur ein neuer Name? Weil die Entdeckung die Evolutionsgeschichte der Zauberpilze komplett neu schreibt.
Jahrzehntelang galt die Theorie, dass P. cubensis aus Afrika stammt und im 16. Jahrhundert mit den europäischen Kolonisten und ihren Rindern nach Amerika gelangte. Schließlich wächst P. cubensis bekanntermaßen auf Kuhdung. Die Theorie klang daher logisch: Vor Kolumbus gab es in Amerika keine Kühe, also müssen die Pilze mit ihnen gekommen sein.
Die neue Studie widerlegt das vollständig. Durch genetische Analysen fanden die Forscher heraus, dass P. ochraceocentrata und P. cubensis vor etwa 1,5 Millionen Jahren zuletzt einen gemeinsamen Vorfahren hatten. Zur Einordnung: Das war lange bevor der Mensch überhaupt Rinder domestizierte. Folglich hält die alte Geschichte vom Pilz als „Anhalter auf der Kuh“ nicht stand.
Stattdessen schlagen die Forscher ein anderes Szenario vor. Vor rund 1,5 Millionen Jahren wurden die Grasländer in Südamerika vielfältiger, während weidende Pflanzenfresser aus Afrika nach Eurasien wanderten. Diese ökologischen Veränderungen schufen vermutlich getrennte Nischen, in denen sich beide Arten unabhängig voneinander entwickeln konnten. Anders gesagt: P. cubensis war wahrscheinlich schon in Amerika, als die ersten Rinder dort ankamen – und beide gingen dann einfach eine für beide Seiten vorteilhafte Beziehung ein.
Gut zu wissen: Die ersten Exemplare von P. ochraceocentrata wurden bereits 2013 von Dr. Cathy Sharp in Simbabwe gesammelt. Es dauerte jedoch über ein Jahrzehnt voller DNA-Analysen und Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern auf zwei Kontinenten, bis die Art offiziell beschrieben wurde. Das zeigt, wie viel Pilzvielfalt noch unentdeckt ist, besonders in Afrika.
Ochras, Nats und Cubes: Was ist der Unterschied?
Die Neueinordnung dieser Zauberpilz-Art hat in der Anbau-Community für einige Verwirrung gesorgt. Deshalb schaffen wir Klarheit. Es gibt jetzt drei verschiedene Arten, die du kennen solltest:
So schneiden sie im direkten Vergleich ab:
| Merkmal | Ochras (P. ochraceocentrata) | True Nats (P. natalensis) | Cubes (P. cubensis) |
|---|---|---|---|
| Bisher bekannt als | NSS, Transkei, „natalensis“ | Erst kürzlich korrekt bestimmt | Der klassische Zauberpilz |
| Wachstumsgeschwindigkeit | Sehr schnell, aggressiver Besiedler | Langsamer, stabiler | Je nach Sorte unterschiedlich |
| Aussehen | Heller Hut mit gelber Mitte, wellige Fruchtkörper | Braune Hüte, dicke, gedrungene Fruchtkörper | Goldbraune Hüte |
| Resistenz gegen Kontamination | Sehr hoch | Mittel | Je nach Sorte unterschiedlich |
| Erlebnis | Starke Visuals, mentale Klarheit | Sanfter, cubensis-ähnlich | Je nach Sorte unterschiedlich |
Yellow Umbo: Die erste Hybride dieser neuen Zauberpilz-Art
Jetzt wird die Geschichte für Pilzzüchter richtig spannend. Weil P. ochraceocentrata offiziell als eigene Art neben P. cubensis anerkannt ist, gilt jede erfolgreiche Kreuzung der beiden als artübergreifende Hybride – etwas, das es in der Gattung Psilocybe zuvor noch nie dokumentiert gab.
Genau das ist der Yellow Umbo. Entwickelt vom Mykologen Yoshi Amano in Zusammenarbeit mit Kilor Diamond, ist der Yellow Umbo eine Kreuzung aus Psilocybe cubensis 'Jack Frost' und Psilocybe ochraceocentrata. Im Grunde vereint er die Genetik zweier Arten, die sich seit 1,5 Millionen Jahren getrennt entwickeln.
Wie wurde der Yellow Umbo entwickelt?
Eine artübergreifende Hybride zu erschaffen, ist weitaus komplexer, als zwei Sorten derselben Art zu kreuzen. Zuerst isolierten Yoshi Amano und Kilor Diamond mithilfe einer Technik namens Serial Streaking Monokaryonten (einkernige Zellen) von beiden Elternarten. Anschließend entwickelten sie neuartige Mikroskopiemethoden, um jeden Schritt der Paarung zu überprüfen. Schließlich wurde das gesamte Projekt von Imperial Labs durch interspezifische Verifizierungstests validiert, um zu bestätigen, dass tatsächlich eine echte artübergreifende Kreuzung stattgefunden hat.
Der heute erhältliche Yellow Umbo hat die F7-Generation erreicht. Das heißt, er wurde über sieben Generationen hinweg selektiert und stabilisiert. Dadurch kannst du als Züchter von Charge zu Charge gleichbleibende Eigenschaften erwarten.
Warum heißt er „Yellow Umbo“?
Der Name verweist auf zwei optische Merkmale des Pilzes. „Yellow“ steht für die auffällige goldgelbe Farbe des Huts – geerbt vom P. ochraceocentrata-Elternteil. „Umbo“ ist dagegen der mykologische Fachbegriff für den erhabenen Buckel in der Mitte eines Pilzhuts. Zusammen machen diese Merkmale den Yellow Umbo in jedem Anbau sofort erkennbar.
Was macht den Yellow Umbo so besonders?
Weil der Yellow Umbo die Genetik zweier verschiedener Arten vereint, zeigt er eine einzigartige Mischung an Eigenschaften, die du bei keiner Sorte einer einzelnen Art findest:
Den Yellow Umbo kannst du zu Hause mit unserem
anbauen, der unter optimalen Bedingungen (21–27°C, 90–95 % Luftfeuchtigkeit) zwischen 200 und 800 Gramm Ertrag liefert. Für erfahrene Züchter, die lieber mit eigenem Substrat arbeiten, bieten wir außerdem die
an.
Gut zu wissen: Jack Frost – der P. cubensis-Elternteil des Yellow Umbo – ist selbst eine bemerkenswerte Sorte. Sie wurde um 2018 vom Züchter Dave Wombat als Kreuzung aus True Albino Teacher und Albino Penis Envy geschaffen. Dank dieser Herkunft trägt der Yellow Umbo starke Genetik von beiden Seiten seines Stammbaums in sich.
Afrika: Wo immer wieder neue Zauberpilz-Arten auftauchen
Die Entdeckung von P. ochraceocentrata ist Teil eines größeren Musters. Afrika gehört in Sachen Pilzvielfalt seit jeher zu den am wenigsten erforschten Kontinenten. Dennoch gab es in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Reihe von Psilocybe-Entdeckungen aus dieser Region.
So wurden 2024 zwei weitere neue Psilocybe-Arten aus dem südlichen Afrika in der Fachzeitschrift Mycologia beschrieben: Psilocybe ingeli aus KwaZulu-Natal und Psilocybe maluti aus dem Freistaat. Beide wurden von Bürgerwissenschaftlern gefunden – Hobby-Pilzfreunden, die ihre Funde zur DNA-Analyse an professionelle Mykologen schickten. Darüber hinaus enthält die Forschung zu P. maluti möglicherweise den einzigen dokumentierten Augenzeugenbericht über die traditionelle Nutzung halluzinogener Pilze in Afrika, und zwar durch Basotho-Heiler im Bergkönigreich Lesotho.
Van der Merwe betont die Bedeutung der Bürgerwissenschaft in diesem Bereich: „Für einen einzelnen Forscher wäre es unmöglich, auch nur einen Bruchteil der Gebiete abzudecken, zu denen diese Pilzfreunde Zugang haben. Nur so können wir die afrikanische Mykologie weiter voranbringen.“ Kurz gesagt: Afrika birgt wahrscheinlich noch viele weitere neue Zauberpilz-Arten, die darauf warten, entdeckt zu werden.
Wie geht es weiter?
Die Geschichte endet nicht mit einem neuen Namen auf einer Artenliste. Van der Merwe arbeitet derzeit an Folgeforschung, um die spezifischen Verbindungen von P. ochraceocentrata und verwandten afrikanischen Arten zu isolieren und zu charakterisieren. Anschließend sollen diese Verbindungen an Modellen für posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), Angststörungen und Depressionen getestet werden. Angesichts des einzigartigen chemischen Profils dieser neuen Zauberpilz-Art könnte diese Forschung schließlich zu neuen therapeutischen Anwendungen führen.
Auch für die Anbau-Community öffnet die Neueinordnung neue Türen. Da ochraceocentrata nun als eigene Art anerkannt ist, werden wohl weitere Hybridisierungsexperimente folgen. Der Yellow Umbo hat bereits bewiesen, dass die Kreuzung dieser beiden Arten möglich ist und stabile, lebensfähige Nachkommen hervorbringt. Daher könnten in den kommenden Jahren völlig neue Sorten entstehen – jede mit anderen Eigenschaften aus den Genpools von cubensis und ochraceocentrata.
Eines ist sicher: Wir stehen erst am Anfang, die wahre Vielfalt der Zauberpilze zu verstehen. Und als Züchter und Pilzfans spielen wir alle eine Rolle in dieser Geschichte.
⚠️ Wichtig: Informiere dich immer über die Rechtslage für psilocybinhaltige Pilze in deinem Land, bevor du sie kaufst oder anbaust. Die Gesetze unterscheiden sich je nach Rechtsordnung erheblich. Wir empfehlen jederzeit einen verantwortungsvollen und informierten Umgang.
Bereit, die weltweit erste artübergreifende Psilocybe-Hybride anzubauen?
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Yellow Umbo Growkit
March 12, 2026