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Frag Mick: Blaue Flecken auf meinem Magic Mushroom Growkit – Blauverfärbung oder Kontamination?

Posted under: Anbau & Kultivierung

Frag Mick: Blaue Flecken auf meinem Magic Mushroom Growkit – harmlose Blaufärbung oder Kontamination? (Update 2026)

Du schaust nach deinem Magic Mushroom Growkit und entdeckst blaue Flecken auf dem Myzel oder im Substrat. Deine erste Reaktion ist wahrscheinlich Sorge – stimmt etwas nicht? Die kurze Antwort: nicht unbedingt. Blaue Flecken auf einem Magic Mushroom Growkit gehören zu den häufigsten Sorgen, die uns Kunden schildern, und in den meisten Fällen ist die Ursache harmlos. Trotzdem lohnt es sich, genau zu wissen, wie du eine normale Blaufärbung von einer echten Kontamination unterscheidest. Genau darum geht es in diesem „Frag Mick“-Beitrag.

In diesem Beitrag: Mick Mycelium erklärt, wodurch blaue Flecken auf Magic Mushroom Growkits entstehen, wie du mit dem Wattestäbchen-Test auf Kontamination prüfst und wann du dir wirklich Sorgen machen solltest.

Außerdem findest du eine übersichtliche Anleitung zu den häufigsten Schimmelarten und Verunreinigungen, damit du sie sicher von einer normalen Blaufärbung des Myzels unterscheiden kannst.


Die Frage

„Hi Mick, ich züchte seit etwa einer Woche mit einem Magic Mushroom Growkit. Heute habe ich ein paar blaue Flecken auf der Oberfläche des Myzelblocks entdeckt. Ich mache mir echt Sorgen, dass er kontaminiert ist. Soll ich ihn wegwerfen? – Tom, Niederlande“


Micks Antwort: Was sind blaue Flecken auf einem Growkit?

Hi Tom – tolle Frage, und bitte noch keine Panik. Blaue Flecken auf einem Magic Mushroom Growkit entstehen fast immer durch Druckstellen (Bruising) und nicht durch Kontamination. Ich erkläre dir, was da passiert und woran du sicher erkennst, dass alles in Ordnung ist.

Das weiße Myzel, das dein Growkit durchwächst, enthält Psilocybin – die Substanz, die für die psychoaktive Wirkung der Pilze verantwortlich ist. Wird das Myzel mechanisch beschädigt, gedrückt oder gestresst, oxidiert es. Diese Oxidation färbt die betroffene Stelle blau oder blaugrün. Der wissenschaftliche Name für dieses Pigment ist Psilocybin-Chinon – eine völlig natürliche chemische Reaktion.

Solche Druckstellen können auf verschiedene Weise entstehen. Schon Drücken oder Zusammenpressen des Beutels löst sie aus. Beim Umstellen des Kits stößt der Myzelblock im Inneren an. Sogar der normale Wachstumsdruck gegen die Beutelwand kann zu blauen Verfärbungen führen. In all diesen Fällen sind die blauen Flecken ein Zeichen für gesundes, psilocybinreiches Myzel – und kein Problem.

Wenn du mehr darüber wissen willst, wie Myzel funktioniert und warum es so reagiert, findest du die Biologie dahinter verständlich erklärt in unserem Artikel Myzel einfach erklärt.


Wann solltest du dir Sorgen machen?

Blau ist in der Regel unbedenklich. Auf diese Farben musst du wirklich achten: Grün, Schwarz, Orange und Rosa. Das sind die Farben konkurrierender Schimmelpilze und Bakterien. Hier die schnelle Übersicht:

Blau / blaugrün Normale Blaufärbung durch Oxidation des Myzels. Kein Problem.
Leuchtend grün Trichoderma-Schimmel – die häufigste Kontamination. Sofort entsorgen.
Schwarz oder dunkelgrau Wahrscheinlich Aspergillus oder ein anderer Schwarzschimmel. Sofort entsorgen.
Orange oder gelbe, nasse Stellen Bakterielle Kontamination (Nassfäule). Sofort entsorgen.
Rosa oder rote Stellen Neurospora (Brotschimmel) oder bakterielle Infektion. Sofort entsorgen.
Weiß und flauschig Gesundes Myzel – genau das willst du sehen.

Die wichtigste Faustregel: Ist die Verfärbung blau und verblasst oder bleibt unverändert, handelt es sich um eine Druckstelle. Siehst du eine andere Farbe – vor allem Grün –, solltest du schnell handeln. Einen ausführlichen Überblick über die Kontaminationsarten und ihr Aussehen findest du in unserem Ratgeber zur Kontamination bei Magic Mushroom Growkits.

Achtung: Öffne ein kontaminiertes Growkit niemals in Innenräumen. Schimmelsporen verbreiten sich sofort über die Luft, können andere Kits und Oberflächen befallen und sich sogar in deiner Lüftungsanlage festsetzen. Verschließe den Beutel und entsorge ihn draußen.


Der Wattestäbchen-Test: So prüfst du blaue Flecken genauer

Wenn du einen blauen Fleck siehst und unsicher bist, ist der Wattestäbchen-Test der einfachste Weg zur Kontrolle. So gehst du vor:

1
Sauberes Wattestäbchen bereitlegen

Nimm ein steriles Wattestäbchen. Du musst es für diesen Test nicht mit Alkohol desinfizieren – ein frisches, ungebrauchtes Stäbchen aus einer verschlossenen Packung reicht völlig aus.

2
Den blauen Fleck vorsichtig berühren

Tupfe den blauen Bereich leicht durch den Growbeutel ab. Drück nicht fest – du prüfst nur die Beschaffenheit, du schrubbst nicht. Hat dein Kit eine Klappe oder Öffnung, kannst du die Stelle auch direkt berühren, aber nur, wenn sich das Kit noch in der Durchwachsungsphase befindet und du saubere Hände oder Handschuhe hast.

3
Prüfen, was am Wattestäbchen hängen bleibt

Sieh dir die Spitze des Stäbchens genau an. Ist sie sauber oder hat sie kaum einen Blauschimmer, handelt es sich um eine Druckstelle. Nimmt das Stäbchen farbiges Pulver oder eine Paste auf – besonders in Grün oder Schwarz –, ist das eine Kontamination. Schimmel bildet sichtbare Sporenmassen, die leicht auf das Stäbchen übergehen. Eine Blaufärbung durch Druckstellen tut das nicht.

4
Die Beschaffenheit der Stelle prüfen

Gequetschtes Myzel bleibt fest und mit dem Rest des Blocks verbunden. Kontaminierte Bereiche fühlen sich oft schmierig, nass oder bröckelig an. Eine weiche, nasse Stelle, die sauer oder ungewöhnlich riecht, ist fast immer eine bakterielle Kontamination – unabhängig von der Farbe.

Tipp: Wenn du dir unsicher bist, mach bei guter Beleuchtung ein deutliches Foto und schick es an unseren Kundenservice. Wir beurteilen täglich Growkit-Probleme und können dir meist schon anhand eines einzigen Fotos eine sichere Antwort geben.


Warum entstehen Druckstellen – und beeinflusst das die Pilze?

Druckstellen entstehen, weil Myzel ein lebendiges Netzwerk ist und Psilocybin eine instabile Verbindung, die nach einer Gewebeverletzung unter Sauerstoffkontakt oxidiert. Stell dir eine Druckstelle an einem Stück Obst vor – das Gewebe reagiert auf eine mechanische Einwirkung, es verfault nicht.

Die gute Nachricht: Die Blaufärbung schadet deinem Growkit nicht und mindert auch nicht die Qualität der Pilze, die daraus wachsen. Erfahrene Züchter berichten sogar, dass gut durchwachsenes Myzel, das stark blau anläuft, oft besonders vital ist. Die Blaufärbung bestätigt einfach, dass dein Kit die Wirkstoffe enthält, die es enthalten soll.

Noch etwas: Auch die Pilze selbst laufen blau an, wenn man sie anfasst. Möglicherweise siehst du nach dem Ernten blaue Stellen an den Stielen. Das ist normal und zu erwarten. Mehr zur Wissenschaft dahinter erfährst du in unserem Artikel Myzel einfach erklärt.


So vermeidest du unnötige Druckstellen

Auch wenn die Blaufärbung harmlos ist, kannst du sie reduzieren, indem du dein Kit während der Zucht behutsam behandelst. Das hilft außerdem dabei, den Block intakt zu halten und über mehrere Schübe hinweg gute Erträge zu erzielen.

  • Stell das Kit auf eine stabile Fläche, wo es nicht angestoßen oder ständig bewegt wird.
  • Kontrolliere den Fortschritt, indem du durch den Beutel schaust – nicht, indem du den Block drückst oder anstupst.
  • Wenn du den Block zwischen den Schüben wässern musst, lass ihn vorsichtig ins Wasser gleiten, statt ihn fallen zu lassen.
  • Halte den Growbeutel von direktem Sonnenlicht und starken Wärmequellen fern, denn auch Temperaturstress kann Druckstellen-Verfärbungen auslösen.
  • Hygienetipps, die dein Kit während seiner gesamten Lebensdauer schützen, findest du in unserem Ratgeber zum Sterilisieren und Desinfizieren von Zuchtmaterialien. Dort erfährst du alles, was du wissen musst, um dein Zuchtumfeld sauber zu halten.


    Was, wenn sich die blauen Flecken weiter ausbreiten?

    Eine Blaufärbung, die nach dem Anfassen des Kits auftritt, stabilisiert sich in der Regel und verblasst innerhalb von ein bis zwei Tagen. Breitet sich die blaue Verfärbung dagegen aktiv über den Block aus, ohne dass es eine erkennbare mechanische Ursache gibt, solltest du das genau im Auge behalten.

    In manchen Fällen kann sich ausbreitendes Blau darauf hindeuten, dass das Myzel unter Stress steht – etwa durch Temperaturschwankungen, zu wenig Frischluft oder zu viel Feuchtigkeit. Überprüfe zuerst deine Zuchtbedingungen. Achte darauf, dass die Temperatur im empfohlenen Bereich liegt und das Kit ausreichend belüftet wird.

    Tritt zum Blau eine andere Farbe hinzu – selbst ein kleiner grüner oder orangefarbener Fleck –, behandle es als Kontaminationsrisiko und lies die nächsten Schritte in unserem Kontaminations-Ratgeber nach. Wenn du ein Problem vermutest, ist es immer besser, früh zu handeln.


    Kurzfassung: Blaue Flecken auf einem Magic Mushroom Growkit

    Ursache der blauen Flecken Oxidation von Psilocybin, wenn das Myzel mechanisch beansprucht wird (Druckstellen)
    Ist das gefährlich? Nein – die Blaufärbung ist eine normale, harmlose Reaktion
    Mindert es die Qualität der Pilze? Nein
    So testest du es Wattestäbchen-Test: Bei einer Druckstelle färbt nichts auf das Stäbchen ab
    Warnzeichen Grüne, schwarze, orangefarbene oder rosa Stellen – sie deuten auf eine echte Kontamination hin
    Vorgehen bei Kontamination Beutel verschließen und sofort draußen entsorgen

    Zusammengefasst: Wenn du auf deinem Magic Mushroom Growkit blaue Flecken siehst und keine anderen Farben, keinen ungewöhnlichen Geruch und keine nasse oder schmierige Konsistenz bemerkst, ist dein Kit in Ordnung. Züchte unbesorgt weiter. Das Blau zeigt dir einfach, dass dein Myzel lebt und aktiv ist.

    Magic Mushroom Growkit


    Du züchtest zum ersten Mal mit einem Pilzzuchtset? Stöbere in unserem gesamten Sortiment an Magic Mushroom Growkits – jedes Kit wird fruchtbereit geliefert, inklusive ausführlicher Anleitung.

    Hinweis: Wenn du an einer psychischen Erkrankung leidest und dich für die Anwendung von Psilocybin oder einer anderen psychedelischen Therapie interessierst, sprich bitte zuerst mit einer zuständigen medizinischen Stelle. Verschreibe dir nichts selbst – bei der Anwendung von Psychedelika als Medizin sind die richtige Unterstützung und Begleitung unerlässlich.